Wegweiser - Schulische Reintegrationsmaßnahme

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Kurzbeschreibung unserer schulischen Integrationsmaßnahme „Wegweiser“

Standort:
Gebäude auf dem Gelände unserer Jugendhilfeeinrichtung
29549 Bad Bevensen, Röbbeler Str. 20

Was will der „Wegweiser“?

Die Hilfeform „Wegweiser“ ist ein Angebot für schulpflichtige Kinder und Jugendliche auf unserem Gelände in Bad Bevensen, die übergangsweise nicht die Regelschule besuchen können.

Gründe können sein:

  • Schulverweigerung, Schulmüdigkeit
  • Schulangst
  • Unangemessenes Sozialverhalten wie Stören, aggressive Durchbrüche etc.
  • Lerndefizite durch längere Fehlzeiten
  • Längere Suspendierungen von der Schule

Unsere Zielgruppen:

  • Kinder und Jugendliche, die stationär in einer unserer Betreuungsformen im Landkreis Uelzen untergebracht sind (interne Schüler).
  • sog. „externe“ Kinder und Jugendliche wohnhaft im Landkreis Uelzen.

Wesentliche Zielsetzungen unserer Arbeit:

  • Re-Integration in die Regelschule bzw.
  • Überleitung in die Berufsbildende Schule
  • Erlernen von angemessenem Sozialverhalten
  • Aufarbeitung schulischer Lerndefizite
  • Entwicklung/ Förderung von Eigenmotivation
  • Entwicklung/ Förderung von Eigenständigkeit und Selbst-Verantwortung

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Inhaltliche Ausgestaltung:

Die schulische Integrationsmaßnahme „Wegweiser“ verbindet „Theorie und Praxis“ und basiert auf drei Bausteinen

  • Theoretisches und soziales Lernen im „Wegweiser“
  • Praktika und Projektarbeit auf einem Biolandbetrieb am Ortsrand von Bad Bevensen
  • Eingangsdiagnostik und den Lernprozess begleitende Beratung durch eine Lerntherapeutin

Die Arbeit mit den Schülern verläuft in drei Phasen:

Phase I:
Motivation und Orientierung mit Eingangsdiagnostik und Erstellen eines individuellen Förderplans durch eine Lerntherapeutin.

Phase II:
Individuelle Förderung entsprechend der Vereinbarungen im Hilfeplan unter Berücksichtigung lerntheoretischer Aspekte.

Phase III:
Schrittweise Re-Integration in die Regelschule durch intensive Begleitung des „Wegweisers“.

Nach erfolgreicher Eingliederung in die Regelschule ist der Auftrag für den Wegweiser beendet.

Organisatorischer Ablauf:

Die Schüler werden im Rahmen der üblichen Unterrichtszeiten von 8.00 – 13.30 Uhr im Wegweiser gefördert.
Bei Bedarf kann im Einzellfall der Schülertransport über unsere Einrichtung vereinbart werden.

Der Tagesablauf in der Unterrichtsgestaltung orientiert sich an den Bedürfnissen der Schüler nach Sicherheit, Zuwendung und Versorgung sowie inhaltlich an den Lehrplänen der Schulen.
Es gibt ein gemeinsames Frühstück, sowie ein gemeinsames Mittagessen.

Erfüllung der Schulpflicht:

Die formale Zuständigkeit zur Erfüllung der Schulpflicht bleibt bei der für das Kind /
den Jugendlichen örtlich zuständigen Regelschule.
Im Auftrag des Jugendamtes und mit Zustimmung des Personensorgeberechtigten
„delegiert“ die zuständige Schule die Durchführung der Unterrichtsversorgung an den „Wegweiser“. Zwischen den Mitarbeitern im Wegweiser und den Lehrkräften besteht eine enge inhaltliche und organisatorische Zusammenarbeit.
Staatlich anerkannte Prüfungen und Schulabschlüsse werden in der Regelschule abgeleistet.

Rechtsgrundlage:

Bei der schulischen Integrationsmaßnahme „Wegweiser“ handelt es sich um eine sozialpädagogische Hilfemaßnahme nach dem SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz).

- § 13 SGB VIII (Jugendsozialarbeit) definiert u. a. Voraussetzungen für den Hilfebedarf und den Leistungsumfang integrativer sozialpädagogischer Hilfen zur schulischen und beruflichen Ausbildung.

Nach Feststellung eines entsprechenden Hilfebedarfs durch das zuständige Jugendamt können sowohl „interne“ als auch „externe“ Schüler in unserer schulischen Integrationsmaßnahme gefördert werden.

Bei gleichzeitiger stationärer Unterbringung des Kindes oder Jugendlichen (Intern) wird die schulische Integrationsmaßnahme als sog. individuelle „Annexleistung“ zu den Heimkosten gewährt (§§ 27/ 34 i.V.m. § 13 SGB VIII).

Zugang zum Hilfeangebot:

Grundsätzlich findet eine Förderung im „Wegweiser“ im Auftrag und nach Kostenzusage des zuständigen Jugendamtes statt.

Im Hilfeplanverfahren gemäß § 36 SGB VIII werden individuell Zielsetzungen, Arbeitsschwerpunkte und Dauer der Hilfe festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft.

Aufnahmen im Wegweiser sind aufgrund der individuellen Ausgestaltung der Hilfe jederzeit möglich.

Platzzahl und Mitarbeiter im Wegweiser:

Wir bieten 15 Plätze zur schulischen Integration an bei einem Personalschlüssel
von 1 : 5.
Unsere Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter verfügen über die Qualifikationen Lehrer bzw. Sozialpädagoge.

Kontakt über Bereichsleitung:

Andrea Franke
Tel.: 05821- 9830- 12
Fax: 05821- 9830- 40
andrea.franke@diakoniewerk-jerusalem.de